Homöopathie für Ihr Kind

Nur etwa 50 % aller konventionellen Medikamente sind auf ihre spezifische Wirkung bei Kindern getestet. Kinder unterscheiden sich aber in vieler Hinsicht von Erwachsenen. Deshalb können die an Erwachsenen getesteten Medikamente bei Kindern deutlich abweichen. Die Homöopathie bietet eine sichere und wirkungsvolle Alternative. Oft können Antibiotikabehandlungen durch diese Heilmethode vermieden werden.

Kinder profitieren von der homöopathischen Behandlung bereits im Mutterleib. Die Anwendung homöopathischer Arzneimittel während der Geburt wird schon von vielen Hebammen praktiziert. Nach der Geburt haben sich homöopathische Arzneimittel bei der Behandlung von Geburtstrauma, frühen Erkältungskrankheiten, Durchfall bei Zahnung, Milchschorf, Neurodermitis, Schlafstörungen, Infektanfälligkeit u.a. bereits vielfach bewährt.

Ob Husten, Schnupfen, Halsweh, Mittelohrentzündungen, Schlafstörungen oder Schulprobleme, für Störungen vieler Art gibt es das passende Mittel. Häufig können Eltern bei leichteren Beschwerden ihr Kind selbst behandeln. Einführungen in die Therapieform und Anleitung zur Auswahl von homöopathischen Arzneimitteln gibt es in den Buchhandlungen. Apotheken beraten gern. Die homöopathische Behandlung hilft dem Immunsystem, selbst etwas gegen die Erkrankung zu unternehmen. Wenn das homöopathische Arzneimittel gut gewählt ist, werden die Beschwerden schon innerhalb kurzer Zeit nachlassen. Die Selbstbehandlung sollte aber wirklich nur bei geringfügigen Verletzungen und leichten Beschwerden der Kinder vorgenommen werden. Wichtig ist, bei Selbstbehandlung den Namen des Mittels, Datum und Uhrzeit, die Symptome vor Gabe des homöopathischen Arzneimittels, sowie die Veränderungen nach Gabe des Mittels genau aufzuschreiben. Dann kann über einen längeren Zeitraum nachverfolgt werden, ob und wie die Behandlung wirkt. Ihr homöopathisch arbeitender Therapeut braucht diese Angaben, um zu erkennen, welches Beschwerdebild ursprünglich da war und welche Symptome durch schulmedizinische oder naturheilkundliche Behandlung verändert wurden. Das gilt besonders für chronische Beschwerden.
Für jede ernsthafte, anhaltende oder häufig wiederkehrende Erkrankung sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden!

Wenn Kinder häufig krank sind oder unter Neurodermitis, Allergien, Asthma leiden, kann die Behandlung durch einen klassischen Homöopathen diese besondere Belastung bessern oder sogar heilen. Auch Schlafstörungen, Schulkopfschmerzen oder das Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndrom können sich unter dieser Behandlung deutlich bessern.
Der Homöopath nimmt sich ausreichend Zeit, mit den Eltern über die Probleme des Kindes und über mögliche Ursachen zu sprechen. So kann nicht nur das homöopathische Arzneimittel festgelegt werden, das dem Kind am besten helfen kann, seine Beschwerden zu überwinden. Auch Ernährungs- oder Schlafgewohnheiten oder emotionale Belastungen in der Familie oder durch die Schule können angesprochen und möglicherweise korrigiert werden.

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ADS / ADHS

Die homöopathische Behandlung hyperaktiver Kinder

Die Homöopathie sieht in der Gabe von Methylphenidat (z.B.Ritalin) eine Unterdrückung notwendiger Ausgleichsmechanismen. Das auffällige Verhalten ist sozusagen ein Ventil, mit dem schlimmere innere Erkrankungen einigermaßen unter Kontrolle gehalten werden. Eine detaillierte Anamneseerhebung ist notwendig.

Nicht die Diagnose ADS / ADHS bestimmt in der homöopathischen Behandlung das Arzneimittel, sondern die ganz eigene Symptomatik dieses Kindes!
Eine homöopathische Behandlung von verhaltensauffälligen Kindern orientiert sich wie die Behandlung bei körperlichen Erkrankungen an allem, was zum Kind gehört. Dazu gehören zum Beispiel auch Ängste, Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen. Außerdem muss berücksichtigt werden:

  • alle bisherigen Erkrankungen, und die Erkrankungen der Eltern, Großeltern und Geschwister
  • Vorkommnisse und Medikamente in der Schwangerschaft und bei der Geburt
  • alle bisher gegebenen Medikamente, Impfungen, Unfälle und Operationen
  • sonstige therapeutische Maßnahmen
  • sonstige einschneidende Erlebnisse
  • das Umfeld in dem das Kind aufwächst

Die Gesamtheit der dadurch gewonnenen Erkenntnisse führt schließlich zum richtigen homöopathischen Arzneimittel. Das Ziel ist die dauerhafte und nebenwirkungsfreie Verbesserung der Situation! Die Behandlung kann langwierig sein, aber unter Umständen wird eine Medikation mit Methylphenidat nicht notwendig, oder die Dosis kann deutlich niedriger sein als ohne homöopathische Arzneimittel.

Methylphenidat

Methylphenidat kann nach heutigem Wissensstand ein vorhandenes Ungleichgewicht der Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ausgleichen und dadurch die Informationsweiterleitung zwischen den Nervenzellen im Gehirn günstig beeinflussen .

Die Sicherstellung der Diagnose ADS / ADHS ist allerdings bis heute nicht möglich!

Methylphenidat wirkt, wenn die Diagnose ADS / ADHS richtig ist, prompt aber immer nur für einige Stunden. Der Patient braucht das Medikament immer wieder. Eine nachhaltige Verbesserung wird nicht erreicht. Nur die Symptome sind nicht mehr erkennbar, solange das Medikament wirkt. Die Gabe von Methylphenidat (z.B. Ritalin) kann bei richtiger Diagnose deutliche Symptomenverbesserungen hervorbringen, bei falscher Diagnose und bei zu hoher Dosierung des Medikamentes aber auch schlimme Folgen für das Kind haben.
Deshalb ist eine Optimierung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten und eine Nutzung interdisziplinärer und multiprofessioneller Zusammenarbeit gefordert. Alle anderen möglichen Ursachen für das auffällige Verhalten des Kindes müssen zuvor ausgeschlossen werden (z.B. Fehlsichtigkeit, Überintelligenz, Sprachentwicklungsstörungen, psychische Belastungen u.a.)!