zum Beispiel Aurum

Metallisches Gold: Aurum metallicum oder foliatum.
Homöpathisch potenziert eine tiefgreifende Arznei, deren Leitgedanke Abscheu vor dem Leben und innere Verzweiflung ist

„Wie können kleine Gaben Arznei noch große Kraft haben?„ Samuel Hahnemann, Reine Arzneimittellehre, 1821:

„…….aber (nach der Weise homöopathischer Arzneizubereitung) durch stundenlanges, kräftiges Reiben eines Granes dieser Blättchen mit hundert Granen eines unarzneilichen Pulvers z.B. Milchzuckers, entsteht ein Präparat, was schon viel Arzneikraft zeigt. Von diesem Präparate aber wiederum ein Gran mit 100 Granen Milchzucker eine Stunde lang gerieben und dieses Verfahren in gleichem Maße mit immer neuen 100 Granen Milchzucker wiederholt bis dahin, daß das letzte Präparat in jedem Grane nur ein Quadrilliontheil eines Granes Gold enthält, giebt eine Arznei, in welcher die (im gediegenen Zustande des Goldes gänzlich schlummernden und erstarrten) Arzneikräfte so auffallend zum Leben und zur Thätigkeit erweckt und entwickelt worden sind,……“

 

Hinweis zum nachfolgenden Text:
Homöopathische Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen hervorrufen und sollten durch den erfahrenen Therapeuten für den individuellen Krankheitsfall verschrieben werden.
Der nachfolgende Text soll keine Anleitung zur Selbstbehandlung sein! Betrachten Sie ihn als Information über die Möglichkeiten homöopathischer Behandlung. Aurum ist keine Arznei für Selbstversuche.

 

„Die Verwendung von Gold als ….. Arzneimittel ist sehr alt, aber ist in der alten Schule in Vergessenheit geraten, bis es von der Homöopathie wieder entdeckt und, auf wissenschaftliche Basis gestützt, nun nicht mehr verloren gehen kann.“ *
* Franz Vermeulen, Konkordanz

Aurum wirkt, wenn es angezeigt ist, bei

  • Lebensüberdruss und damit verbundenen Gemütssymptomen
  • Hypochondrie
  • Sklerose von Leber, Arterien, Gehirn
  • Knochen- und Gelenksbeschwerden
  • Herzbeschwerden
  • Drüsenschwellungen und Verhärtungen
  • Venösen Stauungen
  • Hyperämie und Hitzewallungen mit heftigem Herzklopfen
  • Hypertonie

 Auf der Gemütsebene zeigt der Aurum-Patient folgende Symptome

 

Todessehnsucht,
die Ansicht, nicht in diese Welt zu passen,
Mutlosigkeit, Entschlusslosigkeit, Verstimmung, Angst, Verzweiflung, innere Einsamkeit, Melancholie, tiefe Depression, Selbstmordneigung, jede Möglichkeit zur Selbstzerstörung wird gesucht, aber auch große Furcht vor dem Tod
Überempfindlichkeit
gegen Kritik, gegen alle Sinneseindrücke (körperliche Beschwerden wie auch, berufliche und private Fehlschläge, Demütigungen, Enttäuschung, Kummer),
Übererregbarkeit,
starke Stimmungsschwankungen, ärgerliches Auffahren bei der geringsten Störung,
auch Jähzorn, vor allem bei Widerspruch gegen die eigene Meinung,
Unsicherheit,
Menschenscheu, Mangel an Selbstvertrauen, Gefühl der Minderwertigkeit, selbstkritische Vorwürfe, Schuld- und Reuegefühle, Identitätsverlust, Langeweile,
Unruhe,
ständiges schnelles Fragen ohne die Antwort abzuwarten, ständige Geschäftigkeit, die oft zu keinem Ergebnis führt und dadurch die Verstimmung und Verzweiflung weiter nährt
Hoffnungslosigkeit
Gefühl der Verlassenheit, Gefühl die Zuneigung der Freunde verloren zu haben, Zweifel am Seelenheil
Musik bessert alle Beschwerden

Die Aurum-Persönlichkeit

Dem Aurum-Patienten fehlt das Strahlende, Helle, die Eigenschaft, sich selbst wertvoll zu fühlen. Er ist freudlos, niedergeschlagen, unzufrieden, ernst, verschlossen, mürrisch, reizbar, fühlt sich von Glück und Erfüllung ausgeschlossen und versucht, dies durch Fleiß und Intelligenz mit energischer Arbeit auszugleichen. Er neigt dazu, prinzipiell den schweren Weg zu gehen. Er ist pflichtbewusst, verfügt über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und hat ständig das Gefühl, irgend etwas Wichtiges nicht erledigt zu haben

Eugene B. Nash, Leitsymptome in der Homöopathischen Therapie, Taschenbuchausgabe:

„Sieht alles von der schwarzen Seite an, weint betet, denkt, sie passt nicht für diese Walt, sehnt sich nach dem Tode, starke Neigung, Selbstmord zu begehen“. Seltsam, dass dieses Edelmetall, nach dem die Menschheit wegen seines Geldwertes strebt, die größte Unglückseligkeit hervorruft, wenn es dem Organismus einverleibt wird.
Der Aurum-Patient ist in tiefstem Trübsinn und Verzweiflung verfallen. Das Leben ist ihm eine Last, und er ersehnt den Tod. Er hegt beständig Selbstmordgedanken. Bei Männern habe ich dies am häufigsten im Zusammenhang mit Leberleiden beobachtet, bei Frauen mit Gebärmutterleiden, besonders Geschwülsten, Verhärtung oder Vorfall. In beiden Fällen scheint es, soweit es die örtlichen Zustände betrifft, die Folge von wiederholtem Blutandrang nach diesen Stellen zu sein, die mit Hypertrophie endet. Die Leber ist vergrößert, die Gebärmutter ebenfalls, und der Vorfall wird durch die Gewichtszunahme dieses Organs herbeigeführt. Diese für das Mittel zu charakteristischen Kongestionen finden auch in Kopf, Herz, in der Brust und den Nieren statt, jedoch, wo sie auch vorkommen mögen, sind die eigentümlichen Gemütssymptome stets vorhanden und liefern die Hauptindikation für Aurum. Der Aurum Patient ist auch zuweilen „launisch und heftig, der geringste Widerspruch erregt seinen Zorn“. Er lässt diesen Ausbrüchen dann und wann freien Lauf, wenngleich die charakteristischeren Depressionen und Trübsinn stark überwiegen. Andere Mittel haben ähnliche Depression und Neigung zu Selbstmord, wie Naja und Nux vomica, aber niemals in dem Grade wie Aurum.

W. Gawlik, Arzneimittelbild und Persönlichkeitsportrait – Konstitutionsmittel in der Homöopathie:

„…..Der Aurum-Typ ist weniger ein Konstitutions- als vielmehr ein Arzneimittelreaktionstyp. Allerdings ist als dynamische Disposition von konstitutionstypischem Charakter der deutliche arterielle Hyperethismus eines vollblütigen, zu Insulten neigenden Menschen erkennbar. Dieser mitunter korpulente, schwerblütige Mensch verhält sich nie unbesonnen und scheint eine schwere Last zu tragen, wodurch sein Gang und Haltung deutlich beeinträchtigt sind. Er ist geprägt durch sympathikotone Übererregbarkeit, die sich auch in Hyperthermie äußert. Immer ist ihm zu heiß, er ist sehr empfindlich gegen warme Wettereinbrüche, zeigt aber auch eine deutliche Wärmeempfindlichkeit in der Sonne oder in zu warmem Wasser in der Badewanne. Auf Angriffe reagiert er heftig, manchmal sogar äußerst jähzornig, vor allem bei Widerspruch gegen seine eigene Meinung…..“


William Boericke, Handbuch der homöopathischen Materia medica:
„….Wenn Aurum seine Wirkung im Organismus frei entfalten kann, dann ruft es, indem es Blut, Drüsen und Knochen angreift, Zustände hervor, die denen von Quecksilbervergiftungen und syphilitischen Infektionen auffallend ähneln; und gerade für solche schädlichen Veränderungen der Körperflüssigkeiten und Gewebe besitzt Aurum große Bedeutung als Heilmittel…..“

Franz Vermeulen, Konkordanz:

„….Ursachen: Quecksilber, Alkohol, Kaliumjodid, Kummer, Schreck, Zorn, Liebeskummer, Widerspruch, zurückgehaltenes Unbehagen, ungewohnte Verantwortung, Besitzverlust“

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Ausschnitt aus den Symptomenaufzählungen:

  • Kopf
    dröhnen im Kopf, heftiger Kopfschmerz
    Prellungsschmerz, Stechen, Brennen, Klopfen in einer Stirnseite, mit Übelkeit
    Blutandrang zum Kopf mit Hitze darin, mit sichtbarem Klopfen der Karotis beidseits und der Temporalis
    Dröhnen, Schwindel, Reißen durch das Gehirn zur Stirn hin,
    Schmerzen in den Schädelknochen strahlen zum Gesicht aus
    Furunkel auf der Kopfhaut
    Errötung, wenn er etwas gefragt wird
    plötzliche Bewusstlosigkeit mit blauem Gesicht
  • Schwindel
    beim Bücken, als drehe man sich im Kreis, lässt beim Aufstehen nach
    wie betrunken, als würde er beim Gehen im Freien nach rechts fallen
    muss sich hinlegen, aber kehrt selbst dann bei geringster Bewegung wieder
  • Augen
    Durchblutungsstörungen in der Ader- und Netzhaut, Bindehaut gefäßreich
    Gefühl von Sand in den Augen
    Brennen in den Lidern, Zucken im Oberlid
    Brennen, Stechen, Ziehen und Juckreiz in den inneren Augenwinkeln
    Doppeltsehen
    Hemiopie, die obere Hälfte der Gegenstände ist nicht sichtbar,
    oder nur die obere Hälfte von Gegenständen sichtbar, die untere Hälfte ist wie von einem schwarzen Schleier bedeckt
    Verdunklung des Gesichts durch schwarze vorschwebende Flecke, gelbe halbmondförmige Körper schweben schräg oben im Gesichtsfeld
    äußerste Lichtscheu
    starke Schmerzhaftigkeit um die Augen herum und (drückender Schmerz von außen) in die Augäpfel hinein
    Spannungsgefühl, Feuerfunken vor den Augen
    heftige Schmerzen in den Knochen um das Auge herum, Interstitielle Keratitis, Vaskularisation der Cornea
    Schmerzen von außen nach innen, stechende Schmerzen innen
    Trachom mit Pannus
    alles sieht blau aus
    Gegenstände erscheinen kleiner und weiter entfernt
  • Ohren
    Karies der Gehörknöchelchen und des Mastoids
  • Hartnäckige, stinkende Otorrhoe nach Scharlach
    der äußere Gehörgang ist in Eiter gebadet
    chronische nerval bedingte Taubheit
    Erkrankung des Labyrinths durch Syphilis
  • Nase
    Entzündung der Nase
    ulzeriert, schmerzhaft
    geschwollen und verstopft, voller Schorfe
     Karies, stinkende, eitrige, blutige Absonderung,
    bohrende Schmerzen in der Nase, schlimmer nachts
    fauliger Geruch aus der Nase
    geruchsempfindlich
    schrecklicher Geruch aus Nase und Mund
    knollige Nasenspitze
    starke Stirnkopfschmerzen durch die Nasenprobleme
  • Gesicht
    Reißen im Jochbein, Augenhöhlen, Stirn
    Mastoid und andere Gesichtsknochen sind entzündet
  • Mund
    Geruch mitunter stinkend wie alter Käse, fauliger bitterer Geschmack
  • Zähne
    zu lang, Ulzeration des Zahnfleisches, dunkler rot, blutend, wund bei Berührung oder beim Essen, Zahnschmerz von Blutandrang nach dem Kopf
  • Hals
    Stiche beim Schlucken, Tonsillen rot geschwollen
    Schmerz in den Drüsen, Karies des Gaumens
  • Magen
    gesteigerter Appetit und Durst, mit Übelkeit
    Schwellung der Magengrube
    Brennen im Magen und heißes Aufstoßen
  • Abdomen
    Aszites, Leberzirrhose, Hepatitis, Gelbsucht, Leberschwellung nach Herzkrankheit
    krampfartige Kontraktionen im Abdomen mit großer Bangigkeit
    rechtes Hypochondrium heiß und schneidend
    verspannt, wie zusammengeschnürt, laszinierende Schmerzen
    eingeklemmte Blähungen, Rumoren, Blähungskoliken
    Leistenbruch, Schwellung und Eiterung der Leistenlymphknoten
  • Rektum
    Verstopfung, Stühle hart und knotig
    nächtlicher Durchfall mit Brennen im Rektum
  • Harnwege
    Nephritis, Herz- und Leberkrankheiten
    ständiges Drängen, Polyurie
    Harn ammoniakartig, zersetzt sich rasch
    schmerzhafte Harnverhaltung
    Harn trübe, wie Buttermilch, mit dickem Sediment,
    spärlich, grünlichbraun bei Gelbsucht,
    klar und goldfarben bei Wassersucht
    Hämaturie
  • Männlich
    Hodenatrophie bei Jungen
    Hydrozele, Sarkozele, Epididymitis
     chronische Orchitis, besonders re. Seite
    drückende Spannungsschmerzen bei Berührung oder Reiben,
    Ulcera am Scrotum, Kondylome um die Corona glandis
    Schmerz und Schwellung der Hoden, als würde ein Messer hindurchgezogen
    gesteigerter Sexualtrieb, nächtliche Erektionen und Samenergüsse ohne nachfolgende Schwäche

  • Weiblich
    verspätete Menarche, Sterilität, Vaginismus
     Prellungsschmerz, schießende Stiche oder Ziehen
    große Empfindlichkeit der Vagina, beißendes Brennen der Vulva
    der Uterus ist vergrößert und prolabiert, mit Rückenschmerzen
    Leukorrhoe, schlimmer im Gehen
    verspätete spärliche Menses mit Rückenschmerzen, vorangehende Schwellung der Achseldrüsen, Wehenschmerzen treiben sie zur Verzweiflung, häufig mit Blutstauung in Kopf und Brust, unterdrückte Milch
  • Atemwege
    Stimme heiser, Schleim tief im Larynx, schwer zu lösen
    Stiche im Sternum,
    Atemnot nachts, Herzasthma und schwacher Puls
    häufiges, tiefes Atmen, Erstickungsanfälle und krampfartiges Einschnürungsgefühl
    starke Beklemmung nachts und beim Gehen im Freien
    Niedergeschlagenheit und große Schwäche
    Husten trocken, krampfartig, nervös, bei Frauen periodisch jede Nacht
    von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, durch Atemnot nachts
    hartnäckiger trockener Katarrh frühmorgens beim Erwachen
    weißer Schleim wird unter großen Schwierigkeiten nach dem Aufstehen hochgebracht
  • Herz
    Hypertrophie, arteriosklerotische Klappenschäden, Angina pectoris, Bluthochdruck
    häufig Stolpergefühle in der Brust und am Herzen, Angst und zittrige Furchtsamkeit
    Gefühl, als würde das Herz für zwei oder drei Sekunden aufhören zu schlagen, sofort gefolgt von einem tumultuösen Wiedereinsetzen, mit Schwächegefühl im Oberbauch
    Puls schnell, schwach, unregelmäßig, der Kranke muss vornübergebeugt sitzen, hochgradige Schwäche
  • Rücken
    geschwollene Halsdrüsen, Spannung im Nacken, als seien die Muskeln zu kurz, v.a. beim Bücken, aber auch in Ruhe
    Schmerzen im Lumbalbereich wie durch Ermüdung, untere Wirbelsäule nach hinten gewölbt
    Sehnen der Lendenmuskeln so schmerzhaft steif, dass man die Oberschenkel nicht heben kann
    Oberschenkel fühlen sich wie gelähmt an
  • Extremitäten
    Periostschwellung in Unterarm- und Oberschenkelknochen, Wundheitsschmerz
    paralytische, reißende Schmerzen in den Gelenken
    Schwäche der Knie, Beine kalt bis zu den Knien
    kalte Hände und Füße, dabei aber oft heißer Kopf
    Wallung, als koche das Blut in allen Adern
    das ganze Blut scheint vom Kopf in die unteren Glieder zu strömen
    Ödeme der unteren Glieder, Beine und Füße morgens beim Aufstehen geschwollen, besser nach Umhergehen, Juckende Fußsohlen
    Gichtknoten
  • Schlaf
    nicht erholsam, schlaflos, gestört durch Träume, Schmerzen, sexuelle Erregung
    furchterregende Träume von Hunden, Tod, Leichen, Sterben
    wimmert laut im Schlaf, stöhnt und schreit
    erwacht durch Knochenschmerzen, leidet so stark, dass es ihn zur Verzweiflung treibt, will nicht leben

  • Knochen
    Zerstörung der Knochen wie bei sekundärer Syphilis
    Arme, Beine und besonders Gesichtsbereich (Jochbein, Augenhöhlen, Stirn, Hinterkopf), Knochenfraß der Nasen- und Gaumenknochen und des Mastoids
    Beulen unter der Kopfhaut
    (bilaterale) Exostosen mit nächtlichen Knochenschmerzen
    lähmende, Schmerzen in Knochen und Gelenken, innerlich und äußerlich wunde Schmerzen
    zusammenziehender Schmerz in den Gelenken, reißender Schmerz in den Knochen
    rheumatische Schmerzen, besonders in den Gelenken
    anfallsweiser nächtlicher Schmerz hinter dem Sternum (Leitsymptom)
    Schmerzen, schlimmer nachts, besser im Freien
  • Haut
    Warzen, tiefe Ulzera greifen die Knochen an
    Stechen, Brennen, Gefühl wie harte Knoten
    starker Juckreiz, zuerst an den Fußsohlen, dann am ganzen Körper, von abends bis Mitternacht
    feiner papulärer Ausschlag im Gesich, kleine und große Flecken
    schmutzig-gelbe Farbe
    besser in geschlossenen Räumen als im Freien

Allgemein

  • Beschwerden hauptsächlich rechtsseitig
  • Äußerliches Zittern, besonders durch Zorn und Schreck
  • Abmagerung möglich und Hypotonie möglich
  • deutliche Empfindlichkeit gegen Kälte, also auch gegen den Winter, trotzdem starker Wunsch, an die frische Luft zu gehen
  • Reiselust und Träume von Hunden

Modalitäten:

Verschlimmerung: Gemütsbewegungen, Denken an die Beschwerden, geistige Anstrengung, Alkohol, trübes Wetter, Winter, Kälte, Abkühlung, Nacht, durch Stillsitzen, beim Liegen, nach dem Liegen, Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, morgens 5 – 9 Uhr

Besserung: abends 18 – 21 Uhr, kalt Baden, aufwärmen, Wärme (trotz Hitzewallungen), Spazierengehen, besonders langsames (Bewegung und frische Luft), Musik, Mondlicht,

S. Hahnemann, Die chronischen Krankheiten Bd. 2:
„Vorzüglich erwies sich das Gold bisher hülfreich in chronischen Krankheiten, wenn dabei folgende Beschwerden hervorstechend oder doch zugleich mit zugegen waren:
Hypochondrie; Melancholie; Lebens-Ueberdruß; Neigung zum Selbstmord; Blutandrang nach dem Kopfe, Knochenfraß der Nasen- und Gaumen-Knochen; Verdunkelung des Gesichtes durch schwarze, vorschwebende Flecke; Zahn-Schmerz von Blutandrang nach dem Kopfe, mit Hitze darin; Leistenbruch; Alte Hoden-Verhärtung; Vorfall und Verhärtung des Uterus; Blutandrang nach der Brust; Bewusstloses Niederfallen mit Blauwerden im Gesichte; Erstickungs-Anfall, mit starker, zusammenschnürender Brust-Beklemmung; Nachtheile von Quecksilber-Mißbrauch; Knochen-Schmerzen, Nachts; Gichtknoten.“
„Die Wirkungsdauer des Goldes ist in nicht ganz kleinen Gaben wenigstens 21 Tage.“
„Als Antidot allzustarker Wirkungen hat sich Riechen an ein potenzirtes Praeparat rohen Kaffee`s, vorzüglich aber Kampher erwiesen.“

Lt. Boericke kommen als Antidote außerdem in Frage: Bell., Chin., Cupr., Merc.

Literaturhinweis

Der vorstehende Text enthält Ausschnitte aus:

Samuel Hahnemann:

  • Reine Arzneimittellehre
  • Die chronischen Krankheiten
  • Gesammelte kleine Schriften

William Boericke:

  • Handbuch der homöopathischen Materia medica

W. Gawlik

  • Arzneimittelbild und Persönlichkeitsportrait

Eugene Nash:

  • Leitsymptome in der Homöopathischen Therapie

Franz Vermeulen:

  • Konkordanz

 

Die Liste der aufgeführten Symptome ist nicht vollständig.


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