Behandlung von allergisch bedingten Erkrankungen mit Homöopathie

Allergien gehören zu den Erkrankungen, die in den letzten Jahren überdurchschnittlich zugenommen haben. Unterdrückungen durch Medikamente können zu einem so genannten "Etagenwechsel" führen. Das bedeutet, anstelle des Heuschnupfens kann sich zum Beispiel ein Asthma entwickeln. Homöopathische Behandlung kann helfen, das zu vermeiden.

Zunächst einmal: Was ist das - Allergie?
Eine Allergie ist eine Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf Substanzen, die vom Körper als fremd und gefährlich angesehen werden. Diese Reaktion ist überschießend, also der tatsächlichen Gefahr nicht angemessen. Im Körper werden dabei Substanzen freigesetzt, die zu verschiedenen unangenehmen, lästigen und manchmal auch lebensgefährlichen Veränderungen führen können. Dazu gehören Schwellungen, Juckreiz, Hautausschläge, Husten, Heiserkeit, Atemnot. Schon der Kontakt mit kleinsten Mengen einer allergieauslösenden Substanz kann diese Reaktion hervorrufen.
Ob ein Lebewesen auf einen bestimmten Einfluss allergisch reagiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
So kann eine genetische Disposition bestehen ("es liegt in der Familie", wie oft gesagt wird). Stress und seelische Belastungen können die Fähigkeit des Immunsystems beeinträchtigen, zwischen normal und gefährlich zu unterscheiden. Auch wird beobachtet, dass mit dem Wohlstand die allergisch bedingten Erkrankungen zunehmen. Es wird diskutiert, dass der Körper durch übertriebene Hygiene nicht mehr lernt, sich mit Mikroorganismen in angemessener Weise auseinander zu setzen. Ebenfalls wird diskutiert, dass das körpereigene Immunsystem nicht auf die natürlicherweise in der Umwelt vorkommenden Substanzen hyperaktiv (überschießend) reagiert, sondern auf die daran haftenden Substanzen, die der Mensch in den letzten Jahrzehnten selbst geschaffen hat. Also z.B. kleinste Spuren von Umweltgiften, auf die unser Organismus sich noch nicht einstellen konnte.

Was kann die Homöopathie tun?
Homöopathische Arzneimittel werden aufgrund der Gesamtheit der Symptome verordnet.
Das heißt: Wenn der Mensch mit Fließschnupfen, tränenden und geröteten Augen, Ödemen, Husten und so weiter reagiert, werden genau diese Symptome für die Mittelwahl herangezogen. Dabei wird berücksichtigt, ob der Schnupfen die Nase wund macht (meist ist es nämlich nicht das Taschentuch) oder nicht, ob die Tränen scharf sind, wo genau die Ödeme sind, wie sich der Husten anhört und vieles andere mehr. Es gibt so genannte "Komplexmittel" zu kaufen, die gegen die gängigsten allergischen Symptome helfen sollen. Bei diesen Mitteln handelt es sich um eine Kombination von verschiedenen homöopathischen Arzneimitteln. Oft wird durch die Einnahme dieser Mittel tatsächlich eine Besserung hervorgerufen.
Wenn allerdings das Mittel, das genau Ihre ganz spezifischen Symptome abdeckt, nicht in einem solchen Komplexmittel vorhanden ist, kann es Ihnen nicht helfen. Hier ist dann die H ilfe des erfahrenen Homöopathen gefragt. Bei Ihnen muss dann nämlich genauer geforscht werden. Zum Beispiel ist zu berücksichtigen, welche anderen Krankheiten Sie haben. Es kann ein Auslöser für die Allergie vorhanden sein, der mit der Substanz, auf die Sie allergisch reagieren, überhaupt nichts zu tun hat. Das seelische Befinden hat einen sehr großen Einfluss. Belastungen im beruflichen oder familiären Umfeld können dazu führen, dass Ihr Immunsystem plötzlich "durchdreht". Auch falsche Ernährung, durchgemachte Infekte, ein Schock können Auslöser sein. Oft folgt die Erkrankung auch nicht direkt dem Ereignis, durch das sie ausgelöst wurde. Zwischen dem auslösenden Ereignis und dem Auftreten der ersten Beschwerden kann so viel Zeit vergehen, dass kaum jemand den Zusammenhang sieht. Für den klassischen Homöopathen sind die Antworten auf Fragen zu solchen Hintergründen wegweisend zum richtigen Medikament. Er behandelt nicht nur die Allergie, sondern Sie als ganzen Menschen. Durch eine solche "konstitutionelle" Behandlung kann nicht nur Ihre Allergie verschwinden, sondern mit der Zeit auch Ihre anderen Beschwerden:. zum Beispiel Gicht, Rheuma, Migräne, Rückenbeschwerden, Depressionen und anderes.

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Zusammenfassung meines Patientenseminars, März 2007,
Naturheilpraxis Farah in Hannover
:

Homöopathie
Die sanfte Behandlungsmethode für Allergien und allergisch bedingte Erkrankungen

Wenn das Immunsystem fälschlicherweise massenhaft Antikörper gegen solche Substanzen bildet und ausschüttet, die normalerweise harmlos sind, spricht man von einer Allergie.

Das Immunsystem bietet Schutz gegen Infektionen.
Diesen Schutz kann es durch eine Vielzahl von Reaktionen gewährleisten, die einerseits die körpereigenen Vorgänge erkennen und aufrechterhalten, andererseits aber auch körperfremde Substanzen als solche erkennen und diese dann schädigen oder zerstören.
Immunität entsteht in der Hauptsache durch die Wechselwirkung von Antigenen und Antikörpern

Antigene sind zum Beispiel:

  1. Pollen, Staub, Rauch und Pilzsporen
  2. Verschiedene Nahrungsmittel
    1. Milch, Eier, Nüsse, Weizen und andere Getreidearten, Fisch, Erbsen und Bohnen, Gewürze
  3. Pflanzen und deren Stoffe wie z.B. Säfte oder Öle
  4. Tierische Produkte wie z.B. Wolle
  5. Metalle wie z.B. Nickel
  6. Chemische Substanzen wie z.B. Kosmetika

Jede Substanz, die der Körper als fremd erkennt (und die demzufolge eine Immunantwort hervorruft), wird Antigen genannt.
Gegen jedes spezifische Antigen produziert der Körper einen entsprechend strukturierten Antikörper.

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Antikörper
Antikörper sind Substanzen, die der Körper produziert, um sich vor eindringenden Organismen wie Bakterien oder Viren (Antigene) zu schützen.
Antikörper bestehen aus Eiweiß, verbinden sich mit den Antigenen
und setzen verschiedene Prozesse in Gang, um die Antigene zu zerstören.
Im gesunden Körper sorgt das Immunsystem dafür, dass ständig ausreichend Antikörper gebildet werden. Sie gehen normalerweise nur gegen solche Substanzen vor, die als gefährlich erkannt wurden.

Die Ausschüttung der Antikörper führt zur Freisetzung bestimmter Reizstoffe, welche die verschiedenen Allergie-Symptome hervorrufen.
Es kann zu Rötung, Schwellung, Erwärmung, vermehrter Absonderung von Flüssigkeiten, Schmerzen, Müdigkeit, Schwäche und vielen anderen Symptomen kommen.

Bei der Allergie ist diese Reaktion überschießend und kann sogar lebensgefährlich werden

Vererbung als Ursache:
Die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu entwickeln lag 1989 bei 15% wenn 1 Elternteil allergisch war und bei 20 % wenn beide Eltern allergisch waren.
Im Jahr 2007 liegt die Wahrscheinlichkeit bei 40 % bzw. 60 %.

Umweltbedingungen als Ursache:
In der Naturheilkunde wird der frühe Kontakt (Säugling) mit Fremdeiweiß, vor allem Kuhmilch als Hauptursache für eine falsche Prägung des körpereigenen Immunsystems angesehen. Auch eine Umgebung, die besonders reich an Allergenen ist wie z.B. Industriestandorte, und eine Umgebung, in der sich der Körper zu wenig mit fremden Substanzen auseinandersetzen musste (z.B. zu steril gehaltene Umgebung) können den Ausbruch von Allergien fördern.

Stressbelastung als weiterer Faktor kommt in den meisten Fällen hinzu.

In erster Linie sind Haut, Schleimhäute und der Verdauungstrakt sichtbar bar betroffen. Allergien, die eher schleichend verlaufen, machen sich zum Beispiel durch vermehrte Wassereinlagerung, chronische Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Depressionen bemerkbar.

Die Schulmedizin hat zur Behandlung von Allergien und allergisch bedingten Erkrankungen Medikamente, die oft prompt die Symptome beseitigen, was im Falle einer lebensgefährlichen Situation unbedingt notwendig ist.
Häufig ist jedoch die Behandlung mit den verabreichten Substanzen nicht zufrieden stellend.
Eine nachhaltige Besserung der Beschwerden ist nicht zu erwarten. Die Medikamente müssen immer wieder neu zugeführt werden.
Es können unangenehme Nebenwirkungen auftreten.

Beispiele für Nebenwirkungen:
Antihistaminika z.B. Teldane oder Tavegil
Leichte oder gelegentlich auftretende Anfälle. Meist gut verträglich, aber Mundtrockenheit, Schwindel und evtl. Müdigkeit
Chromoglycinsäure (Dinatriumsalz) z.B. Cromohexal
Wenn Antihistaminika nicht ausreichen. Einsatz nur prophylaktisch. Reizzustände der Atemwege
Kortikosteroide
Bei sehr starken Beschwerden. Dürfen nicht plötzlich abgesetzt werden. Bei Langzeitgebrauch Schäden möglich
Gefäßverengende Medikamente z.B. Ephedrin
Herzrasen, Überreizung des Zentralnervensystems

Ein Weg, der zunächst Erfolg versprechend scheint, ist die Hyposensibilisierung.

Bei vielen Menschen führt diese Behandlung nicht zur Heilung, weil
 

    1. Die Reaktionen auf die verabreichten Stoffe zu stark sind und die Behandlung abgebrochen wird
    2. Das Immunsystem zwar auf die verabreichten Allergene nicht mehr überreagiert, dafür aber auf andere
    3. Zu viele Allergene das Immunsystem belasten

Naturheilkundliche Therapien haben das Ziel, die Reaktionslage des Immunsystems zu verändern. Es sollen nicht die Symptome unterdrückt werden, sondern der Körper soll in die Lage versetzt werden, angemessen auf Einwirkungen zu reagieren.

Beispiel für einige naturheilkundliche Therapien
Ernährungstherapie (Diät)
Bestimmte Nahrungsmittel gelten als allergieauslösend. Z.B. Kuhmilch, Eier, Zitrusfrüchte, Schweinefleisch, Fisch. Sie müssen vom Speiseplan gestrichen werden.
Ordnungstherapie
Die wichtigste Maßnahme ist, die Allergene zu vermeiden. Weiterhin gilt es, im Leben einiges umzustellen. Dazu gehören Stress- und Konfliktvermeidung, geregelter Tagesablauf, Entspannungszeiten.
Eigenbluttherapie
sollte möglichst nur in symptomfreien Zeiten durchgeführt werden. Das reinjizierte Eigenblut wirkt als Reiz, der eine vegetative Gesamtumstimmung auslöst.
Mikrobielle Therapie (z.B. Sanum-Produkte)
Diese Therapie soll eine geschädigte Darmflora normalisieren. Sie ist nützlich, wenn die Ernährung auch umgestellt wird.

Diese Therapien wirken zielen vor allem auf eine Besserung der aktuellen lokalen Problematiken.

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Homöopathie
Die Homöopathie bewirkt eine Umstimmung auf den Ebenen

    1. Körper
    2. Geist
    3. Seele

Homöopathische Arzneimittel werden dem Kranken aufgrund der Symptome gegeben, die er in seiner Krankheit entwickelt (hat).
Wenn ein Kind z.B. normalerweise gern Menschen um sich hat und freundlich und aufgeschlossen ist, nun aber überhaupt niemanden sehen will, sich sogar wegdreht, auf Fragen nicht antwortet, so ist das eine Veränderung, die durch die Krankheit hervorgerufen wurde.
Diese Veränderung ist ein Symptom, das auf das richtige homöopathische Arzneimittel hinweist.

Weitere deutliche Hinweise auf das richtige homöopathische Arzneimittel sind zum Beispiel:

  1. Großer Durst auf kaltes Wasser bei einem Kranken, der sonst nur kleine Mengen warmer Getränke mag
  2. Angstzustände bei jemandem, der normalerweise nicht dazu neigt
  3. Abneigung gegen Dinge, die jemand sonst gerne hat oder macht
  4. Deutliche Redseeligkeit bei einem Menschen, der sonst eher ruhig und zurückhaltend ist
  5. Aggressivität bei einem sonst friedliebenden und freundlichen Menschen

Die körperlichen Symptome müssen genau angeschaut werden:

  1. Ist der Schnupfen wässrig oder dick, welche Farbe hat die Absonderung
  2. Wird die Nase davon wund
  3. Tränen auch die Augen, sind die Tränen scharf oder mild
  4. Sind die Augen gerötet, brennen sie
  5. Schmerzt der Kopf, tut etwas anderes weh
  6. Wie genau fühlt sich ein vorhandener Schmerz an
  7. Wodurch werden die Symptome besser oder schlechter

Die Behandlung chronisch wiederkehrender oder langsam fortschreitender Erkrankungen, zu denen allergisch bedingte Erkrankungen gehören, erfordert neben der Berücksichtigung der aktuellen Symptomatik insbesondere das Wissen um vergangene Erkrankungen, aktuelle Belastungen, sowie Belastungen, welche durch die Vorfahren weitergegeben wurden.
Hier reicht es nicht, das Arzneimittel nur nach den sichtbaren Symptomen zu verordnen.

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Möglichkeiten und Grenzen
Bei akut lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen kann die schulmedizinische Behandlung lebensrettend sein. Kortison und andere Maßnahmen wirken vorhersehbar, während es möglich ist, dass das richtige homöopathische Heilmittel in einer solchen Situation nicht schnell genug gefunden wird.
Bei leichteren Erkrankungen mit schwächeren Symptomen kann die Homöopathie als alleinige Therapiemethode eingesetzt werden. Homöopathische Arzneimittel können, wenn sie passend sind, eine deutliche Verbesserung des Krankheitsbildes hervorrufen. In vielen Fällen können sie sogar vollständig heilen (auch von der chronischen Krankheitsanfälligkeit).

Wenn bereits unwiederbringliche Veränderungen vorliegen, können die homöopathischen Heilmittel oft immer noch die Symptome lindern. Als Begleittherapie eingesetzt, können sie die schädlichen Auswirkungen der schulmedizinischen Behandlung mildern. Eine Dosisreduktion der Medikamente ist unter Umständen möglich.

Bei der Therapie chronischer Erkrankungen sollten Sie auf die Kenntnisse erfahrener Homöopathen vertrauen.
Zu Beginn einer Therapie gegen die chronische Erkrankung kann es aufgrund der Heilwirkung zu einer so genannten Erstverschlimmerung kommen.
Das heißt: Vorhandene Symptome können sich für kurze Zeit verstärken, alte Symptome können wieder auftauchen.
Erfahrene Homöopathen kennen die Arzneimittel, ihre Symptome und Wirkungen, und können beurteilen, ob Beschwerden, die während der homöopathischen Kur auftreten, positiv zu werten sind.

Auch die Homöopathie ist keine Therapiemethode, die ohne Mitarbeit des Patienten auskommt.

  1. Wenn wichtige Fragen nicht richtig (z.B. aus Scham oder Unwissenheit) beantwortet werden, ist das heilende Arzneimittel schwer zu finden.
  2. Neben der Selbstbeobachtung vor und während der Behandlung müssen einige Anweisungen des Therapeuten beachtet werden.

Bei lange bestehenden chronischen Erkrankungen ist die Heilung ein Prozess, der ebenfalls einige Zeit dauert.

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