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Wirkungsweise der Homöopathie
Homöopathie ist eine Therapieform, die informativ und regulativ in sämtliche Lebensvorgänge eingreift. Das Energiemuster der ursprünglichen Substanz ist im homöopathischen Arzneimittel auch dann noch enthalten, wenn kein Molekühl dieser Substanz mehr nachweisbar ist. Dieses Energiemuster gaukelt dem Organismus die Einwirkung der Ursprungssubstanz vor. Es wird - wie Hahnemann es ausdrückte - eine "Kunstkrankheit" gesetzt. Die energetische Natur der Kunstkrankheit kann Strukturen erreichen, die mit der physikalischen Substanz nicht erreichbar sind.
So erkennt der Organismus, welche Vorgänge nicht mehr dem ursprünglich gesunden Leben und Erleben sowie Auf- und Abbauen von Strukturen entsprechen. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt und gestärkt, und das Immunsystem in Ordnung gebracht. Eine Heilung von innen heraus wird möglich. Bei erworbenen Krankheiten erfolgt die Heilung im allgemeinen geordnet nach bestimmten Regeln. Bei geerbten Erkrankungen kann ein ungeordneter Verlauf die Beurteilung des Heilerfolges erschweren.
Woran ist zu erkennen, ob
die Arznei wirkt?
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen
auf die Regel, die Constantin Hering aufgestellt hat. Sie gelten
für Erkrankungen, die nicht miasmatisch verkompliziert sind.
Bei komplizierten Krankheitsfällen, wenn vor Beginn der homöopathischen
Behandlung viele Unterdrückungen vorgenommen wurden, oder wenn
durch Vererbung verschiedene Krankheiten miteinander verschmolzen
sind (Miasmatik), kann der Heilungsverlauf auch ungeordnet sein.
Das heißt, der Verlauf folgt nicht diesen einfachen Gesetzen
und die Behandlung kann deutlich länger dauern:
Bei einfachen Erkrankungsfällen ist der
Heilungsverlauf richtig, wenn die Krankheitssymptome der Reihe nach
einem bestimmten Schema folgend zurückgehen:
von oben nach unten (also absteigend vom Kopf zu
den Füßen)
oder
von innen nach außen (also zuerst das Gemüt,
die inneren Organe, zuletzt die Haut)
oder
die zuletzt aufgetretenen Symptome verschwinden
zuerst.
Es hat sich herausgestellt, dass die Arzneimittelwirkung oft prompt
und ohne besondere Anzeichen eintritt. In diesen Idealfällen
merkt der Kranke irgendwann, dass er schon lange bestimmte Krankheitserscheinungen
nicht mehr hatte. Nicht auszuschließen ist jedoch eine kurze
Verschlimmerung der Symptome (Erstverschlimmerung) kurz nach der
ersten Mittelgabe und nochmals einige Wochen nach Beginn der Behandlung.
Diese Verschlimmerungen sollten nicht unterdrückt werden. Im
allgemeinen gehen die Symptome nach einiger Zeit von allein wieder
zurück. Eine erneute Gabe des Heilmittels, eine andere Potenz
oder ein anderes Mittel können notwendig werden, wenn der Heilungsverlauf
stockt.
Wenn bei akuten Erkrankungen in kurzer Zeit (wenige
Stunden) und bei chronischen Erkrankungen innerhalb von ca. 10 Tagen
keine Wirkung des Arzneimittels zu erkennen ist, muss der Krankheitsfall
neu aufgenommen und gegebenenfalls eine andere Arznei eingenommen
werden. Als Wirkung wird jegliche nach Einnahme
des Mittels aufgetretene Veränderung angesehen. Das kann die
subjektive oder objektive Besserung sein, aber auch eine Ausscheidungsreaktion
des Körpers oder zum Beispiel Fieber.
Möglicherweise müssen
im Verlauf der Therapie mehrere Mittel nacheinander eingenommen
werden. Auch braucht es unter Umständen einige Zeit, bis die
Reparaturvorgänge weit genug fortgeschritten sind, dass eine
deutliche Verbesserung fühlbar und sichtbar ist. Manchmal ist
Geduld der beste Begleiter. Manchmal geht es aber auch in scheinbar
schwierigen Fällen schneller als gedacht. Ihr Therapeut kann
am besten beurteilen, ob die gewünschte Heilwirkung angefangen
hat.
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