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Homöopathie
und schulmedizinische Behandlung
Nach meiner Meinung sollte die Entscheidung nicht lauten: "Entweder
Schulmedizin oder klassische Homöopathie". Die eine wie
die andere Heilmethode hat in bestimmten Fällen ihre Berechtigung.
Der Homöopath hat die Verpflichtung, den Menschen in schulmedizinische
Behandlung zu überweisen, wenn er selbst nicht helfen kann
oder darf (z.B. bei ansteckenden Krankheiten). Eine begleitende
homöopathische Behandlung kann dann immer noch die Erkrankung
verkürzen, die Symptome abschwächen, die Menge der schulmedizinischen
Medikamente unter Umständen reduzieren. Eventuelle Folgen der
schulmedizinischen Behandlung können mit homöopathischer
Behandlung oft abgemildert werden.
Entzündungen, Fieber, Ausschläge usw. sind
die äußeren Zeichen für eine Störung der Lebenskraft.
Die Homöopathie sieht in der Beseitigung von Krankheitssymptomen
durch schulmedizinische Maßnahmen eine Unterdrückung
der notwendigen Äußerungen dieser Lebenskraft, die versucht,
krankmachende Einflüsse nach außen abzuleiten.
Eine Unterdrückung an einer Stelle führt zwangsläufig
zu Störungen an einer anderen Stelle. Eine schulmedizinische
Behandlung sollte also möglichst auf ein Minimum reduziert
werden. Dennoch kann nicht immer darauf verzichtet werden.
Selten kann eine bestehende schulmedizinische Behandlung
von jetzt auf gleich durch die homöopathische Behandlung ersetzt
werden. Gerade bei chronischen Erkrankungen werden beide Therapien
dann zumindest eine Zeit lang parallel laufen. Wenn die homöopathischen
Mittel ihre Wirkung zeigen, kann mit dem behandelnden Schulmediziner
über eine Änderung der Medikation beraten werden.
Auf keinen Fall sollte ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt
ein Arzneimittel abgesetzt oder die Einnahme verändert werden.
Dadurch könnten sich gesundheitliche Risiken ergeben, die Sie
nicht beabsichtigen.
Die Konsultation eines Arztes oder auch ein Krankenhausaufenthalt
kann auch während oder trotz einer homöopathischen Behandlung
notwendig sein. In Zweifelsfällen ist es besser, die schulmedizinische
Behandlung sofort einzuleiten, als zu warten, bis ein homöopathisches
Mittel gefunden ist. Das gilt zum Beispiel auch für die Einnahme
von Antibiotikum.
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